The Felice Brothers

Bei mir läuft im Moment auf dem iPod eine CD in der Endlosschleife: The Felice Brothers. Das sind drei Brüder aus dem ländlichen New York: Simone, Ian und James Felice und als einziger Nicht-Feliceaner, der Bassist Christmas Farley. Die Musik erinnert streckenweise stark an his Bobness “Mr. Dylan”, genauer: an die frühen 70er Jahre, als Bob Dylan mit “The Band” spielte. Da trifft Folk auf Bluegrass und Country, es scheppert das Honkytonkklavier, ein Bläsersatz ertönt in bester NewOrleans-Manier und im Hintergrund lädt ein grölender Chor zum Mitsingen ein. Selten habe ich eine Band so relaxt und mit so viel Gefühl musizieren gehört.
Dass die vier sympathischen, dem Alkohol sichtlich nicht abgeneigten Musiker, an der Produktion dieser wunderbaren CD ihre helle Freude gehabt haben, spürt man in jedem Moment dieser Aufnahmen. Manchmal scheint es gar, als wäre dieses Juwel in einem Saloon in irgend einem kleinen Kaff mitten in der Wüste live eingespielt worden. Als Zuhörer sitzt man dann zusammen mit ein paar anderen kuriosen Gestalten an der Bar und starrt mit offenem Mund auf die vier skurilen jungen Typen, welche in einer schummrigen Ecke mit ihren verstimmten Instrumenten einen Sound herzaubern, dass einem richtig warm ums Herz wird. Wunder-, wunderschön!
Anspielttipps: Whiskey in my Whiskey, Ruby Mae, Frankies Gun, Greatest Show on Earth!
In Amerika sollen die Felice Brothers scheinbar mit einem gewissen Justin Townes Earle auf Tour sein! Diesen Mann haben wir ja bereits in diesem Blog vorgestellt.
Wer weiss, vielleicht schaffen es diese Herren ja auch mal in die Schweiz. Wäre zu schön…

ah