“Babyshambles” in der Kaserne Basel

Ja, ich habe mich riesig gefreut auf das Konzert der Babyshambles und Nein, ich wurde nicht enttäuscht. Soviel vorweg! Natürlich haben mich einige belächelt und mir bereits das Alternativprogramm von Basel an diesem Abend vorgelegt. Aber wie wir alle wissen, fand das Konzert statt. Die Vorzeichen für das Konzert standen zwar nicht allzu gut, war die Vorgruppe doch wieder einmal mehr als dürftig. Das Schöne an dieser Sache: ich habe den Namen der Band bereits wieder vergessen. Ein paar Minuten nach 21 Uhr betraten Mr. Doherty und Band die Bühne. Und was dann abging, war Rockmusik vom Feinsten. 2 Songs waren gespielt, als der Tourmanager auf die Bühne sprang und die Band nach Hinten riss. Danach sah man 5 Minuten lang keinen Musiker auf der Bühne. Wars das bereits? Mitnichten. Eine sichtlich gut gelaunte Combo betrat, nachdem sich die Leute beruhigt hatten, wieder die Bühne. Zum Erstaunen Vieler, gings im gleichen Stil weiter. Druck- und lustvoll spielte sich eine nahezu perfekte Band durch ihr Repertoire. Und Pete Doherty machte sich dran, mit seinem Gitarrenspiel den satten Sound, welche die Band aufbaute, wieder niederzureissen, was ein paar Musikkritiker dann allerdings als die Ignoranz eines schlechten Gitarristen auslegten. In Wirklichkeit war es die spannende Arbeit einer Band, die mit Perfektion und einer gehörigen Portion Rotz und Frechheit spielte.
It’s only Rock’n’Roll but I like it!!!

Setlist:
Carry On
Delivery
Beg Steal
Pretty Sue
Baddies
Untookie
Side of Road
Boy David
Unbilo
Blinding
You Talk
Sedative
French Bog Jewels
Albion
Pipe Down
Killimangiro
Back from Dead
I Wish
Fuck Forever

ah

The Bands visit

Der Erstling des israelischen Regisseurs Eran Kolirin handelt von einem ägyptischen Polizeiorchester, das zur Einweihung eines arabischen Kulturzentrums nach Israel fliegt, am Flughafen jedoch nicht abgeholt wird. Ein wunderbar poetischer Film über Einsamkeit und Sehnsucht, über Liebe und Musik. Ich habe mich selten so wohl gefühlt im Kino. Sechs von fünf Sternen

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ah

In Rainbows

Wie so mancher Musikinteressierte habe ich im Oktober letzten Jahres die Discobox von RADIOHEAD bestellt. Das Schöne an der Sache: Am 24. Dezember stand der Postbote vor der Tür mit einem grossen quadratischen Paket. Natürlich hätte ich das langersehnte “Päckli” unter den Weihnachtsbaum legen und mich wie meine Kinder, bis zum Heiligabend gedulden können… wollte ich aber nicht! Zu lange habe ich mich auf diesen Moment gefreut. Und was da zum Vorschein kam… das war… ( … ) hast du mal die Original-LP “Exile on Main Street” von den Stones oder die Vinyl-Box “Chicago at Carnegie Hall” von 1971 in Händen gehalten? Dann weisst du vielleicht, was ich meine. Da wurde viel Aufwand bei der Verpackung und beim Inhalt für viel gute Musik betrieben. Und genau dies zeichnet auch “In Rainbows” aus. Die Box ist sehr edel und hochwertig verarbeitet; 2 45er Vinyl-Platten, 2 CDs und 2 Hochglanzbooklets in einem wunderschönen, grafisch toll umgesetzten, robusten Schuber. Musikalisch liefern Radiohead mit “In Rainbows” eine wunderbare Platte ab, welche locker an “Hail to the thief” anzuschliessen vermag. Anspieltipps: 15 Steps, Bodysnatchers, Nude, Weird Fishes/Arpeggi, All i need, Faust, Reckoner, House of Cards, Jigsaw falling into place, Videotape, MK1, Down is the new up, Go slowly, MK2, Lost Flowers to the hospital, Up on the ladder, Bangers & Mash, 4 Minute Warning, in derselben Reihenfolge.

ah